Von Mischkultur und Mehrsprachigkeit: Deutsch in der Literatur Luxemburgs

Open Access
Authors
Publication date 03-2019
Journal Oxford German Studies
Volume | Issue number 48 | 1
Pages (from-to) 91-112
Number of pages 22
Organisations
  • Faculty of Humanities (FGw) - Amsterdam Institute for Humanities Research (AIHR) - Amsterdam School for Cultural Analysis (ASCA)
Abstract
Die Literatur Luxemburgs wird als solche erst seit den 1980er Jahren anerkannt und ihre fundamentale Mehrsprachigkeit und kulturelle Hybridität werden seit den 2000er Jahren als ihre zentralen Merkmale bestimmt. Eine quantitative Analyse der Datenbank autorenlexikon.lu zeigt, dass das Feld der luxemburgischen Literatur tatsächlich ein mehrsprachiges ist, auf dem Deutsch und Französisch die wichtigsten Literatursprachen sind, dicht gefolgt von Luxemburgisch. Dabei ist die Prosa Luxemburgs zumeist in deutscher Sprache verfasst, Lyrik auf Französisch und Theaterstücke auf Luxemburgisch. Eine qualitative Analyse der Theatertexte penalty (2009) von Roger Manderscheid und now here & nowhere oder den här io ming pei hätt mueres gär krewetten (2007) von Nico Helminger zeigt, dass die deutsche Sprache hier keine positiven oder negativen Konnotationen erhält, sondern vielmehr Teil einer Sprachmischung aus Deutsch und Luxemburgisch bzw. Deutsch, Englisch, Französisch und Luxemburgisch wird. Diese Sprachmischung unterstützt die Konstruktion hybrider Identitäten bzw. die Differenzierung der sozialen Milieus in Luxemburg.
Document type Article
Note In special issue: Periphere deutschsprachige Gegenwartsliteraturen in Europa.
Language German
Published at
Downloads
Permalink to this page
Back