Das ästhetische Körperideal in der griechischen Antike Ein digitaler Ansatz zur Wahrnehmung der menschlichen Körperästhetik durch biometrische Analyse von klassischen und hellenistischen Skulpturen

Open Access
Authors
Supervisors
Award date 15-11-2023
ISBN
  • 9789083374352
Number of pages 271
Organisations
  • Faculty of Humanities (FGw) - Amsterdam Institute for Humanities Research (AIHR) - Amsterdam School for Heritage, Memory and Material Culture (AHM)
Abstract
Die Schönheit des Menschen ist ein facettenreiches Thema, das biologische, soziologische und ästhetische Aspekte vereint. Die heutige Vorstellung von Schönheit wird von gesellschaftlichen Einflüssen und Medien geprägt, was oft zu einer starken Beeinflussung der Jugendlichen und einem florierenden Markt für Schönheitsprodukte und ästhetische Chirurgie führt. Doch der Begriff Schönheit existiert bereits seit der Antike und hat unterschiedliche Definitionen erfahren.
Um das antike Schönheitsideal zu erforschen, wurden Statuen aus der griechischen und römischen Antike analysiert. Diese Statuen bieten erstmals eine dreidimensionale Darstellung des menschlichen Körpers und zeigen die Entwicklung des ästhetischen Bildes von der Archaik bis zur Klassik und Hellenistik.
Die Untersuchung verwendete moderne Technologien wie 3D-Digitalisierung und Photogrammetrie zur Messung der Statuen. Es war notwendig, eine ausreichende Anzahl von Statuen aus verschiedenen Museen und Sammlungen in Europa einzubeziehen, um eine repräsentative Stichprobe zu erhalten.
Die Ergebnisse zeigten, dass es nur geringe Unterschiede zwischen den Schönheitsidealen der Antike und der modernen Zeit anhand der objektiven Messungen gibt. Männer wurden als muskulöse Figuren dargestellt, Frauen als weiblich-gerundete und fruchtbare Individuen idealisiert. Lediglich in der Ausprägung einzelner Körpermerkmale konnten geringfügige Unterschiede identifiziert werden.
Die Arbeit kam zu dem Schluss, dass trotz einiger geringfügiger Variationen die grundlegenden Schönheitsideale zeitlos sind und auf biologischen und soziokulturellen Faktoren basieren. Zusammenfassend zeigt die Studie, dass die Definition der Körperschönheit verknüpft mit der evolutionsbiologischen Definition von Attraktivität zeitlos ist und sich über die Jahrhunderte hinweg nur wenig verändert hat.
Document type PhD thesis
Language German
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