Eingehegte Mobilität und die Rassifizierung der Armut in Europa Die Roma am Schnittpunkt von Entwicklung und Sicherheit

Authors
Publication date 2017
Journal Zeitschrift für Menschenrechte
Volume | Issue number 11 | 2
Pages (from-to) 102-126
Number of pages 25
Organisations
  • Faculty of Humanities (FGw) - Amsterdam Institute for Humanities Research (AIHR) - Amsterdam School for Cultural Analysis (ASCA)
Abstract
Der vorliegende Aufsatz geht von der Beobachtung aus, dass die Roma seit dem Zusammenbruch des osteuropäischen Staatssozialismus zum Gegenstand und Ziel europaweiter Entwicklungsprogramme und -diskurse gemacht worden sind, während man sie gleichzeitig als potentielle Bedrohung für die soziale, öffentliche und nationale Sicherheit problematisiert hat. Durch die unklare Art und Weise, wie in der jüngeren Vergangenheit Europas Entwicklungs- und Sicherheitspolitik enggeführt wurden, so meine Argumentation, haben sich nicht nur die Lebensumstände der Ärmsten unter den Roma verschlechtert. Darüber hinaus wurde, grundsätzlicher noch, die Kluft zwischen Europas Reichen und Armen erheblich rassifiziert und nahezu unüberbrückbar. Ich erkläre, wie die bio- und geopolitischen Bedingungen, unter denen Entwicklung und Sicherheit in Europas Umgang mit den Roma verschmolzen wurden, eine Situation herbeigeführt haben, in der das offizielle Ziel von Entwicklungsprogrammen für die Roma - die Verbesserung ihrer Lebensumstände und Lebenschancen - in der Regel in eine Sackgasse mündet.
Document type Article
Note In Special Issue: Menschenrechte und Sicherheit (Human Rights and Security)
Language German
Other links https://wochenschau-verlag.de/menschenrechte-und-sicherheit-2401.html?SID=7ea32095110a52a8fb527b0bdc33de9a
Permalink to this page
Back