Die Heimatlosigkeit der Heimat in der (politischen) Öffentlichkeit

Authors
Publication date 2022
Journal Einblicke: Jahrbuch der Zentren für Deutschland- und Europastudien
Volume | Issue number 2022
Pages (from-to) 198-211
Organisations
  • Faculty of Humanities (FGw) - Amsterdam Institute for Humanities Research (AIHR) - Amsterdam School of Historical Studies (ASH)
  • Faculty of Humanities (FGw) - Amsterdam Institute for Humanities Research (AIHR) - Amsterdam School for Cultural Analysis (ASCA)
  • Faculty of Social and Behavioural Sciences (FMG) - Amsterdam Institute for Social Science Research (AISSR)
Abstract
Die Heimatlosigkeit der Heimat in der (politischen) Öffentlichkeit
In diesem Beitrag sollen die psychosozialen Implikationen des Konzepts von Heimat dargestellt und daraufhin befragt werden, wie diese für die politische Rhetorik und das politische Handeln im Kontext von Globalisierungs- und Integrationsfragen instrumentalisiert werden. Heimat als ein affektiv und emotional positiv aufgeladener, gleichzeitig aber auch ambivalenter Begriff, macht ihn für den politischen Diskurs bzw. die politische Öffentlichkeit attraktiv, weshalb er gegenwärtig gerne als Lösung oder Versprechen inszeniert wird. Einerseits weckt Heimat Gefühle von Verbundenheit, Zugehörigkeit, Schutz und Sicherheit, andererseits lassen sich durch der Verweis auf Heimat nachdrücklich auch Gefühle von Angst und Irritation schüren – vor allem dann, wenn der Eindruck entsteht, dass die Heimat verloren zu gehen droht. Jenseits der politischen Inanspruchnahme stellt sich die grundsätzliche Frage, ob die intensive Auseinandersetzung mit und das Bemühen um Heimat nicht auch auf eine emotionale Wende im politischen Diskurs hindeuten.
Document type Article
Language German
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