Isaak Iselin - ein Antiphysiokrat

Authors
Publication date 2014
Journal XVIII.ch
Volume | Issue number 5
Pages (from-to) 41-72
Organisations
  • Faculty of Humanities (FGw) - Amsterdam Institute for Humanities Research (AIHR) - Amsterdam School of Historical Studies (ASH)
Abstract
Der Beitrag untersucht anhand des Versuchs über die gesellige Ordnung und kleinerer Schriften Iselins Verhältnis zur Physiokratie. Während seine Zeitgenossen Iselin als Anhänger dieser ökonomischen Bewegung wahrnahmen, bezeichnen ihn einige Forschende aufgrund inhaltlicher Abweichungen sogar als «Antiphysiokraten». Hier wird die These aufgestellt, dass Iselin eindeutig ein eidgenössischer Physiokrat war und die bisherige Forschung einen wichtigen Punkt übersehen hat: Physiokratie ist, im Gegensatz zu Merkantilismus, keine nachträgliche Beschreibungskategorie, sondern eine zeitgenössisch bewusst konstituierte Lehre. Deren Anhänger definierten sich nicht allein über gemeinsame Inhalte und Methoden, sondern auch über eine neue Sprache, den langage économique. Iselin übernahm nicht nur die Ideen seiner französischen Vorbilder, sondern bekannte sich explizit zu dieser Schule und übersetzte diese neue ‘Sprache’ ins Deutsche. Damit bilden seine Schriften ein wichtiges Moment für die Rezeption der Physiokratie im Deutschen Reich.
Document type Article
Language German
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