Dyeing experiments with dyer's madder (Rubia tinctorum L.)

Authors
Publication date 2022
Host editors
  • U. Weller
  • T. Lessig-Weller
  • E. Hanning
Book title Experimentelle Archäologie in Europa – Jahrbuch 2022
ISBN
  • 9783944255200
Volume | Issue number 21
Pages (from-to) 185-198
Publisher Unteruhldingen: Europäische Vereinigung zur Förderung der Experimentellen Archäologie
Organisations
  • Faculty of Humanities (FGw) - Amsterdam Institute for Humanities Research (AIHR) - Amsterdam School for Heritage, Memory and Material Culture (AHM)
  • Faculty of Science (FNWI) - Van 't Hoff Institute for Molecular Sciences (HIMS)
Abstract
Färbeexperimente mit Färberkrapp (Rubia tinctorum L.).
Alizarin, Purpurin und andere Anthrachinonfarbstoffe werden mittels Farbstoffanalysen in Rot- und Purpurtönen historischer Textilien – zum Beispiel spätantiker Textilen aus Ägypten (300-800 n. Chr. ) – nachgewiesen, woraus auf das Färben mit Rötegewächsen geschlossen werden kann. Der Färberkrapp (Rubia tinctorum L.), der wilde oder levantinischer Krapp (Rubia peregrina L.) und Galium-Arten unterscheiden sich in der Zusammensetzung und Menge ihrer Farbstoffkomponenten (WOUTERS ET AL. 2008, 1-16; SCHWEPPE 1993, 229-240). Eine eindeutige Bestimmung der verwendeten Spezies ist in archäologischen Textilien oft nicht möglich, weil auch vermutet wird, dass sich die Farbstoffzusammensetzung durch Färbetechniken verändern kann. Beim Färben mit Rhizomen (Wurzelstöcken) des Färberkrapps ließen sich viele unterschiedliche Farbnuancen von Rosa via Orange über Rot bis Rotbraun produzieren (BOGENSPERGER, RÖSELMAUTENDORFER 2020, 98-99). Im Zuge eines Färbeprojekts mit Rubia tinctorum L. zur farblichen Vielfalt von Krappfärbungen konnten Experimente klären, dass unterschiedliche Behandlungen der frisch geernteten Rhizome und Färbeprozesse nicht nur die Farbnuance, sondern auch die Farbstoffzusammensetzung ändern. Die Vorbereitung der Rhizome geschah entweder durch Lufttrocknen oder Dämpfen und das Färben der Wolle erfolgte sowohl in kalten als auch in heißen Färbebädern. An fünfzehn Proben aus zwei Versuchsreihen mit neun verschiedenen Färbeprozessen erfolgten Farbstoffanalysen mittels Ultra-Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie gekoppelt mit Photo-Dioden-Array Detektion (UHPLC-PDA) und hochauflösender Massenspektrometrie (UHPLCPDA-HRMS).
Document type Chapter
Language English
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