Wie wirkt kongruente text-bild-sprache auf glaubwürdigkeit und handlungsabsichten in der integrationsdebatte? Ein online-experiment zu den Internetseiten der Bertelsmann Stiftung und des Bundesinnenministeriums

Open Access
Authors
Publication date 08-2020
Journal Publizistik
Volume | Issue number 65 | 3
Pages (from-to) 425-450
Organisations
  • Faculty of Social and Behavioural Sciences (FMG) - Amsterdam School of Communication Research (ASCoR)
Abstract
Bilder gewinnen in der Online-Kommunikation von Organisationen an Bedeutung, werden jedoch in ihrem Kontext rezipiert. In einem Online-Experiment wurde daher getestet, inwieweit inhaltlich passende multimodale Organisationskommunikation die wahrgenommene Glaubwürdigkeit erhöht und Täuschung mindert und ob sie dadurch die Absicht, sich zivilgesellschaftlich zu engagieren, beeinflusst. In einem 2 (Regierungsorganisation vs. zivilgesellschaftliche Organisation) × 3 (kongruent vs. inkongruent vs. textbasiert)-Between-Subjects-Experiment mit Teilnehmern des SoSci-Panels (N = 406) wurden die Internetseiten der Bertelsmann Stiftung und des Bundesinnenministeriums zu Migration und Integration manipuliert und dabei der Einfluss von Bedrohungswahrnehmungen durch Migration einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass kongruente Text-Bild-Sprache positiv auf Handlungsabsichten wirkt, weil sie als glaubwürdig wahrgenommen wird. Wenn die gefühlte Bedrohung durch Zuwanderung hoch ist, fällt der positive Wahrnehmungseffekt geringer aus. Personen sind eher geneigt zu handeln, wenn die Kommunikation von einer zivilgesellschaftlichen Organisation stammt. Dieser Effekt hängt mit der unterschiedlichen Daseinsberechtigung von Regierungs- und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung glaubwürdiger Kommunikation für eine funktionierende Demokratie.
Document type Article
Language German
Published at https://doi.org/10.1007/s11616-020-00577-5
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