Ist die deutsche Theaterwissenschaft (post)kolonial? Ein Plädoyer für eine Anerkennung von bestehenden, aber marginalisierten Wissensbeständen!

Authors
Publication date 2023
Journal Forum Modernes Theater
Volume | Issue number 34 | 2
Pages (from-to) 203-213
Organisations
  • Faculty of Humanities (FGw) - Amsterdam Institute for Humanities Research (AIHR) - Amsterdam School of Historical Studies (ASH)
Abstract
Was bedeutet Dekolonisierung für die deutschsprachige Theaterwissenschaft? Und wie lässt sich postkoloniale Kritik nachhaltig implementieren? Anhand von Erfahrungen dreier Theaterschaffender werden in diesem Beitrag Ausbildung, Theaterkritik und Publikum in Bezug auf ,race' und Rassifizierung kritisch untersucht. Es wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen ein nicht aufgearbeitetes koloniales Erbe der Epistemologien und Methodologien für die Theaterpraxis haben können. Im Fokus der Auseinandersetzung stehen Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten und unausgesprochene Annahmen über das Publikum sowie Prozesse des Otherings und der Rassifizierung. Der Beitrag plädiert schließlich für eine Anerkennung der bereits bestehenden, aber marginalisierten Wissensbestände und Wissensproduktionen hinsichtlich postkolonialer und dekolonialer Ansätze in der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft, mit Hilfe derer die deutschsprachige Theaterwissenschaft dezentriert1 werden könnte.
Document type Article
Language German
Published at https://doi.org/10.1353/fmt.2023.a920444 https://doi.org/10.24053/FMTh-2023-0020
Published at https://www.proquest.com/scholarly-journals/ist-die-deutsche-theaterwissenschaft-post/docview/2999378490/se-2?accountid=14615
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