Subalterne Sozialität. Zur normativen Struktur von Gegengemeinschaften

Authors
Publication date 2020
Host editors
  • M. Reder
  • M.-D. Cojocaru
  • A. Filipović
  • D. Finkelde
  • J. Wallacher
Book title Normen im globalen Wandel = Normativity beyond borders
ISBN
  • 9783495462041
Series Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive
Pages (from-to) 105-134
Publisher Freiburg: Verlag Karl Alber
Organisations
  • Faculty of Humanities (FGw) - Amsterdam Institute for Humanities Research (AIHR) - Amsterdam School for Cultural Analysis (ASCA)
Abstract
Der Beitrag exploriert die spezifische Normativität von Gegengemeinschaften. Die dabei zugrunde gelegte These lautet, dass solche Gemeinschaftsformen für unterdrückte oder ausgeschlossene Gruppen keine bloß kompensatorische Funktion erfüllen, sondern ihre Sozialität die der Gesamtgesellschaft transzendiert. Diese These der ›Überlegenheit der Unterlegenen‹ wird mit Bezug auf Hegel eingeführt und ihre sozialtheoretische Relevanz mit Marx und Engels herausgestellt. Es werden zwei mögliche Interpretationen der Überlegenheit subalterner Sozialität diskutiert, eine geschichtsphilosophische (die knechtische Existenzweise antizipiert eine kommende Sozialität) und eine anthropologische (Knechte haben bereits im Hier und Jetzt einen Zugang zu den sozialen Potenzialen ihres menschlichen Gattungswesens, der den Herren abgeht). Nachdem diese beiden Optionen anhand des Proletariats als Beispiel einer subalternen Sozialität abgewogen wurden, skizziert der Beitrag die Konturen einer allgemeinen Theorie subalterner Sozialität. Abschließend werden knapp einige Erfolgsbedingungen von Gegenvergemeinschaftungen identifiziert und sozialtheoretische Implikationen aufgezeigt.
Document type Chapter
Language German
Published at https://www.herder.de/jbprph/baende/archiv/2020/4-2020/subalterne-sozialitaet-zur-normativen-struktur-von-gegengemeinschaften/
Permalink to this page
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